

23. Januar 2026
18:00 Uhr
Politische Akademie der SDS
Europaallee 18 66113 Saarbrücken
Gestern ein unbegleiteter 13-jähriger tamilischer Bürgerkriegsflüchtling, heute ein erfahrener Herzspezialist an einer deutschen Klinik: das ist der Lebensweg von Umes Arunagirinathan. Anhand seiner Biografie wird er in seinem Vortrag erläutern, mit welchen Schwierigkeiten farbige Menschen zu kämpfen haben. Dabei sieht er sich nicht als Opfer, sondern als Streiter für ein Zusammenleben, in dem das Gemeinsame im Zentrum steht: die Grundfarbe Deutsch. Dazu gehören u.a. die deutsche Sprache, die Freiheit zur Selbstentfaltung oder Gleichberechtigung. "Für mich sind unser Grundgesetzt, unsere Demokratie die wichtigsten Orientierungspunkte", sagt unser Gast. "Eine bunte Gesellschaft ohne eine gemeinsame Identität ist keine Gesellschaft, sondern eine Parallelwelt. Und Parallelwelten können Konstrukte mit einer gefährlichen Dynamik sein."
Wo stehen wir heute mit der "deutschen Grundfarbe", und wie stabil ist sie? Wie kann das Farbspektrum unserer Wahrnehmung erweitert werden? Was erzählen wir jungen Menschen über die "Grundfarbe Deutsch"? Und wie viel Buntes, Heterogenes, Diverses lässt sie eigentlich zu? Diesen und weiteren Fragen wird der Vortrag nachspüren.
Eine Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland
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Zur Person:
Dr. Umeswaran Arunagirinathan
wurde 1978 auf Sri Lanka und kam als 13 jähriger unbegleiteter Flüchtling nach Deutschland. Er studierte in Lübeck Medizin und wurde an der Universität Hamburg promoviert. Nach seiner Assistenzzeit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf arbeitete er in der Klinik für Kardiochirurgie in Bad Neustadt an der Saale sowie an der Charité Berlin. Er ist heute als Facharzt für Herzchirurgie in Bremen tätig. Er schreibt Bücher zu gesellschaftspolitischen und medizinischen Themen. Dazu gehören u.a. "Der verlorene Patient. Wie uns das Geschäft mit der Gesundheit krank macht" (2020), "Grenzen akzeptieren wir nicht! Über Migration, Heimat und den Wert der Freiheit" (2025, gemeinsam mit Peggy Parnass) oder "Grundfarbe Deutsch. Warum ich dahin gehe, wo die Rassisten sind" (2022).