Lesung und Talkrunde zum Welt- AIDS- Tag
Vor dem Hintergrund des Welt-AIDS-Tages stellte der Autor Matthias Gerschwitz, der seit Jahrzehnten mit HIV lebt, im Foyer des Lokschuppens sein Buch "Endlich mal was Positives" vor.
Die Veranstaltung, die persönliche Einblicke mit sachlicher Aufklärung verband, zog zahlreiche Besucher an.
Gerschwitz las humorvoll und ehrlich aus seinem Werk und schilderte seinen Weg von der Schockdiagnose in den 90ern bis zu seinem heutigen, erfüllten Leben. Er zeigte, wie man trotz chronischer Krankheit optimistisch bleiben kann und brach dabei Tabus.
In der Talkrunde, moderiert von Georg Gitzinger, wurde der medizinische Fortschritt rund um das Thema HIV beleuchtet. Dank moderner Therapien ist die Erkrankung gut behandelbar und die Lebenserwartung normal.
Der Abend machte aber auch deutlich, dass Stigmatisierung und veraltetes Wissen die größten Hürden für Betroffene sind. Emotional berichteten die weiteren Talkgäste Agnes Meinberg (Leiterin der Selbsthilfegruppe für Menschen mit HIV), der Künstler Mike Mathes und Frank Kreutzer (Geschäftsführer der Aidshilfe Saar) über ihre persönlichen Erfahrungen, die das Publikum tief berührten. Noch heute sind Diskriminierung und Ausgrenzung an der Tagesordnung.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend mit dem Gesang von Joan de la Briquette und der Begleitung von Walter Lauenroth.
Die Veranstaltung war ein wichtiges Plädoyer für mehr Toleranz und aktuelle Aufklärung.
Ein großes Dankeschön an den Landkreis Saarlouis und die Stadt Dillingen für die tolle Zusammenarbeit!